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150- jähriges Jubiläum der Kolpingsfamilien in Hannover

Die Kolpingsfamilien im Bezirk Hannover feiern dieses Jahr ihr 150- jähriges Jubiläum. Eine Ausstellung mit Originalstücken aus dem 19. und 20. Jahrhundert bietet nicht nur Einblicke in die 150- jährige Geschichte des Kolpingwerkes in Hannover, sondern auch in das Lebensgefühl vergangener Epochen.

Das Wanderbuch eines Gesellen um 1920, Postkarten von 1900, Fotos und Schallplatten können in der Ausstellung im Kolpinghaus besichtigt werden. © pkh

Das Wanderbuch eines Gesellen um 1920, Postkarten von 1900, Fotos und Schallplatten können in der Ausstellung im Kolpinghaus besichtigt werden. © pkh

Die drei Initiatoren der Ausstellung, Hans- Jürgen Lamm, Joachim Wese und Reinhard Dammeyer (v. l. n. r.), präsentieren die Kernstücke der Ausstellung: die Gründungfahne und das Protokollbuch der Kolpingfamilie St. Michael von 1922. © pkh

Die drei Initiatoren der Ausstellung, Hans- Jürgen Lamm, Joachim Wese und Reinhard Dammeyer (v. l. n. r.), präsentieren die Kernstücke der Ausstellung: die Gründungfahne und das Protokollbuch der Kolpingfamilie St. Michael von 1922. © pkh

 Im Kolpinghaus Hannover e. V. (Escherstraße 12, Hannover) ist derzeit eine Ausstellung zur Geschichte der Kolpingsfamilien mit Originalstücken aus dem 19. Jahrhundert zu bewundern. Die Ausstellung über 150 Jahre Kolping in Hannover wird bis zum Mittwoch, den 28. 10. 2015, zu sehen sein und kann nach telefonischer Absprache unter der Telefonnummer 0511- 1317636 besichtigt werden.

Herzstück der Ausstellung bilden die drei Gründungsdokumente der Kolpingsfamilie St. Michael in Döhren von 1922: die grün- braune Gründungsfahne, die Gründungsurkunde und das erste Protokollbuch der Kolpingfamilie, die sich bis 1937 selbst während der Nazi- Zeit heimlich traf. Auch Werbeplakate für Karnevalsveranstaltungen aus dem Jahr 1887, Postkarten von 1900 und Fotos aus der Kaiserzeit werden gezeigt. Mehrere Stellwände informieren über die deutschlandweite Geschichte des Kolpingwerkes und die Geschichte der Familien in Hannover, von denen die erste 1865 als Katholischer Gesellenverein gegründet wurde. Alle Stücke liefern nicht nur Geschichte zum Anfassen, sondern geben auch Einblick in das Lebensgefühl vergangener Epochen.

 

Bildung und Unterstützung der Armen

 

Kolping ist ein generationenübergreifender christlicher Verband, dessen Kernaufgabe es ist, Menschen zum Christsein in der Welt zu befähigen. Ursprünglich von Adolf Kolping im 19. Jahrhundert gegründet, um wandernden Gesellen sichere Unterkünfte und eine Chance auf Bildung zu verschaffen, setzt das Kolpingswerk auch heute noch auf Bildung und Unterstützung für die Armen der Gesellschaft. Die kleinste organisatorische Einheit des Verbandes sind die lokalen Kolpingsfamilien, die sich an die Struktur der Katholischen Pfarrgemeinden anlehnen. Dort wird sich oft ganz praktisch an Projekten ehrenamtlich engagiert und auch wie bei einer richtigen Familie Freud und Leid geteilt. Obwohl der Verband hauptsächlich katholisch geprägt ist, können auch evangelische Christen aufgenommen werden. In Hannover zählt der Verband rund 1000 Mitglieder, bistumsweit sind es rund 8500. Die erste Kolpingsfamilie wurde in Hannover an der Basilika St. Clemens 1865 gegründet.

 

Sind Sie neugierig geworden? Mehr Informationen über die Kolpingsfamilien und die Ausstellung finden Sie auf der Website der Katholischen Kirche in der Region Hannover.

 

(Artikel vom 16. Oktober 2015)