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Die Wolle kommt unters Volk

Erinnern Sie sich noch? Gerade mal einen Monat ist es her, dass das Strickgraffiti von der Kuppel der St. Clemens- Kirche abgenommen wurde. Die Aktion hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Pünktlich zur Weihnachtszeit sind daraus jetzt Decken und Schals geworden, die ab Samstag, den 13. 12. 2014, für den guten Zweck erworben werden können.

Schön kuschelig: Die Künstlerin Mansha Friedrich (liegend l.) und ihre Strickerinnen präsentieren die ersten fertigen Decken in den Farben des Bistumsjubiläums des Bistums Hildesheim für den Verkauf am kommenden Samstag. © pkh

Schön kuschelig: Die Künstlerin Mansha Friedrich (liegend l.) und ihre Strickerinnen präsentieren die ersten fertigen Decken in den Farben des Bistumsjubiläums des Bistums Hildesheim für den Verkauf am kommenden Samstag. © pkh

Ebenfalls zum Verkauf stehen werden dann zwei Kunstwerke von Mansha Friedrich: „my litte sick forrest“ (l.) und die „Drei warmen Geschwister“. Die Hälfte des Erlöses wird die Künstlerin ebenfalls spenden. © pkh/ Mansha Friedrich

Ebenfalls zum Verkauf stehen werden dann zwei Kunstwerke von Mansha Friedrich: „my litte sick forrest“ (l.) und die „Drei warmen Geschwister“. Die Hälfte des Erlöses wird die Künstlerin ebenfalls spenden. © pkh/ Mansha Friedrich

Aus den ursprünglich 350 einzelnen Wollteilen, die einen Monat lang St. Clemens eine Wollene Kuppel schenkten, sind rund 40 große Decken, 14 kleine Decken und 70 Schals in teils kräftigen Farben entstanden. Neu zusammengefügt wurden sie von der Strickkünstlerin Mansha Friedrich und den mehr als 120 Strickerinnen, die auch schon an der ursprünglichen Wollmütze für St. Clemens mitgearbeitet hatten. Zuvor war die Wolle professionell gereinigt worden, was zwar nötig war: „Aber dafür, dass die Wolle einen Monat lang Wind und Wetter ausgeliefert war, ist sie insgesamt in einem erstaunlich guten Zustand“, sagt Ewa Karolczak, die als Pastoralreferentin für die Katholische Kirche in der Region Hannover das Projekt begleitet. „So mussten wir kaum etwas ausbessern und können jetzt gerade zu Weihnachten ein tolles Produkt anbieten.“

Gegen eine Spende zu Gunsten der Ökumenischen Essensausgabe können die kleinen Kunstwerke ab Samstag, den 13. 12. 2014, um 14:00 Uhr im Tagungshaus St. Clemens abgeholt werden. Danach werden alle noch nicht verkauften Decken und Schals am Ökumenischen Weihnachtsstand der Kirchen auf dem Weihnachtsmarkt und im ka:punkt angeboten. Der Stand wird von katholischer Seite aus auch vom ka:punkt betreut und spendet seine Einnahmen ebenfalls an die Ökumenische Essensausgabe. „Einige Schals sind jetzt schon vorreserviert worden“, meint Ewa Karolczak. „Darum kann es sich lohnen, schon am Samstag vorbei zu kommen, um die schönsten Stücke zu erwischen.“

Preislich werden die Decken ungefähr bei 30,- bis 40,- Euro liegen. Die Schals werden für 10,- bis 20,-Euro angeboten. Zusätzlich zu diesen kleinen Kunstwerken wird Mansha Friedrich am Samstag zwei große Installationen zum Verkauf anbieten, deren Erlös die Künstlerin zur Hälfte ebenfalls spenden wird: Eine Metall- Strick- Skulptur mit dem Namen „my little sick forrest“ (2.800,- Euro Kaufpreis) und eine Miniatur- Hommage an das Wahrzeichen von Linden, die „Drei warmen Brüder“, mit dem Namen „Drei warme Geschwister“ (Kaufpreis: 2.200,- Euro).

Die Aktion „Wollene Kuppel“ und der Verkauf der Decken und Schals für einen guten Zweck soll auf den Zusammenhalt der Gemeinden untereinander und die Vernetzung der katholischen Kirche in Hannover mit dem Bistum Hildesheim hinweisen. Daher greifen die einzelnen Strickteile in den Farben Gelb, Pink, Rot und Weinrot die Farben des 1200- jährigen Bistumsjubiläums auf. Mit dem Verkauf ab Samstag, den 13. 12. 2014, kommt das Projekt zu einem (gemeinnützigen) Ende.

(Artikel vom 05. Dezember 2014)