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Ein heiliges Experiment. 1200 Jahre Bistum Hildesheim

Eine der häufigsten Reaktionen auf das Auftauchen von Jubiläen ist spontane Zurückhaltung. Es ist nie sicher, was einem widerfährt, wenn man sich darauf einlässt. Thomas Harling, Leiter des Projektbüros Bistumsjubiläum, plädiert dafür, das Experiment trotzdem zu wagen

Als Hannover 96 sein hundertjähriges Bestehen feiern wollte, war die Mannschaft in die dritte Liga abgestiegen.  Manche meinen, der Kirche von Hildesheim gehe es nicht viel besser.  Der Missbrauchsskandal, zurückgehende Priester- und Gläubigenzahlen, Gemeindefusionen und Kirchenschließungen, überhaupt der Bedeutungsverlust der großen christlichen Kirchen böten eher weniger Anlass zu Jubel und Gratulation.
Was also tun mit einem solchen Jubiläum? Vielleicht das, was eine alte Jubilarin vermutlich in ihrem stillen Kämmerlein tut, oder, wenn sie Glück hat, mit nahen Menschen: einen ehrlichen Kassensturz.  Eine Würdigung der eigenen Geschichte mit den Momenten des Glücks und des Versagens; der Ratlosigkeit und des Vertrauens.
Bei der Veröffentlichung des Mottos für das Bistumsjubiläum gab es als give-away einen Bleistift und einen Radiergummi.  Was er von seiner Oma gelernt habe, sagte Generalvikar Dr. Schreer bei diesem Anlass, sei, dass man Kreuzworträtsel nicht mit Kugelschreibern ausfülle.  Jeder Fehler, jede Voreiligkeit räche sich, am Ende könne man nichts mehr erkennen.  Kreuzworträtsel macht man mit Bleistift. Man probiert, man experimentiert. Ein Bistumsjubiläum bereitet man deshalb auch besser mit dem Bleistift vor. Und wenn man einen Blick zurück wirft, auf die Geschichte, erkennt man, dass möglicherweise das Fortschreiten des Bistums Hildesheim von seiner Gründung bis heute auch etwas hatte von Versuch und Irrtum, vom Experiment.  Am Ende der Saison 2011/12 jedenfalls stand  Hannover 96 auf dem 7. Tabellenplatz der 1. Bundesliga und hatte das Viertelfinale der Europa League erreicht.

Experimentieren heißt auch, die richtigen Fragen zu stellen: Was feiern wir? Wie feiern wir? Und wo feiern wir? Wer eine Idee hat, wer ein Experiment unternehmen will, ist herzlich willkommen. Experimentierfreudige können sich informieren auf www.bistumsjubilaeum-hildesheim.de oder im Projektbüro in der Schuhstr. 5 in Hildesheim und dort weitere Kontakte finden.

In der Region Hannover gibt es eine Arbeitsgruppe des Dekanatspastoralrates, die Ideen zum Bistumsjubiläum entwickelt und sammelt.  Die AG nimmt auch die kommenden Jubiläen bereits in den Blick: das Reformationsjubiläum 2017 und 300 Jahre katholische Kirche in Hannover 2018. Ansprechpartnerin für die Arbeitsgruppe:
Frau Annedore Beelte, Telefon: (05 11) 1 64 05-54 E-mail: presse(at)kath-kirche-hannover.de

Ansprechpartnerin beim Caritasverband Hannover e.V.:
Frau Ulrike Branahl,  Telefon: 0511 12600-1040 E-Mail: u.branahl(at)caritas-hannover.de

 

(Artikel vom 23. Juni 2013)