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Familie schaffen wir nur gemeinsam

Mit einem neuen großflächigen Blow-Up an der Hauswand greift der Caritasverband Hannover das diesjährige bundesweite Jahresthema „Familie schaffen wir nur gemeinsam“ auf. Das über Jahre gültige Bild von Familie als „Vater, Mutter, Kind“ scheint heute kaum noch Gültigkeit zu haben. Die Kampagne nimmt genau diese Veränderungen auf.

An der Fassade des Caritasverbandes am Leibnizufer wirbt ein neues Blow-Up für die Jahreskampagne.

An der Fassade des Caritasverbandes am Leibnizufer wirbt ein neues Blow-Up für die Jahreskampagne.

Überlastete Eltern: Ein weiteres Thema, das mit den Plakatmotiven der Kampagne aufgegriffen wird.

Überlastete Eltern: Ein weiteres Thema, das mit den Plakatmotiven der Kampagne aufgegriffen wird.

„Vater – Mutter – Scheidungskind“ oder „Vater – Burnout – Kind“ und „Arbeitsloser – Mutter – Kind“ lauten die Schriftzüge und weisen damit auf Situationen hin, in denen Familien immer häufiger Hilfe und Unterstützung benötigen – auch in Hannover.

Die Einrichtungen und Dienste des Caritasverbandes sind daher aufgerufen, in diesem Jahr in ihrer täglichen Arbeit, ihren Angeboten und Aktionen besonders die Förderung von Familien in den Blick zu nehmen, denn die Caritas bringt mit dem diesjährigen Thema zum Ausdruck, was viele nicht gern wahrhaben wollen: Dass es, trotz allen Fortschritts, heute nicht einfach ist, eine Familie zu stemmen. Für Familien mit geringem Einkommen und für Alleinerziehende ist alles doppelt schwer. Weil es nämlich furchtbar anstrengend ist, mit wenig Geld über die Runden zu kommen, liegen dort oft nicht nur Portemonnaie und Konto, sondern auch die Nerven und nicht zuletzt die Gesundheit blank.

„Familien sind Leistungsträger in unserer Gesellschaft. Dies muss viel stärker anerkannt und die Rahmenbedingungen für Familien dringend verbessert werden“, machte Caritas-Präsident Peter Neher zum Auftakt der Kampagne vor Journalisten in Berlin deutlich. Dabei seien sowohl die Arbeitgeber als auch die Politik gefordert. So müssten flexiblere Arbeitszeiten mit Hilfe von Zeitkonten möglich sein und Teilzeitarbeitsplätze dürften nicht als Karriere-Ende verstanden werden. Zudem müssten Familien die Möglichkeiten haben, ihre Angehörigen in der letzten Lebensphase zu begleiten. „Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit“, betonte Neher.

Um Familien wirkliche Wahlfreiheit zu ermöglichen, müsse auch der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote dringend beschleunigt werden. „Entscheidend ist dabei, dass sich die Betreuungsangebote an den Bedürfnissen der Kinder orientieren und für alle bezahlbar sind“, so Neher. Familienpolitik müsse Querschnittspolitik werden. Entscheidungen in allen Politikbereichen, insbesondere in der Steuer- und Rentenpolitik, aber auch in der Wohnungs-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik, müssten das Kriterium der Familienverträglichkeit und Kinderfreundlichkeit erfüllen.

Weiter Information zur bundesweiten Jahreskampagne der Caritas erhalten Sie unter: www.caritas.de/familie

Radiotipp:

Die Jahreskampagne ist auch Thema in der Sendung "Die Kirche" auf Radio ffn am Sonntag, 3. Februar zwischen 8 und 9 Uhr. Zwischen 9 und 10 Uhr geht es dann unter anderem um ein Thema aus Hannover: Das Projekt soul side linden zeigt Kirche einmal anders. Es moderieren Stefanie Behnke und Bernhard Tups.

(Artikel vom 23. Januar 2013)