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„Ich bin eine hoffnungslose Optimistin“

Tatjana Makarowski hat im Januar die fachliche Leitung für die Bereiche Migration und Allgemeine Lebens- und Sozialberatung im Caritasverband übernommen. Ihr ist wichtig, die Lebensgeschichten von Hilfesuchenden ernst zu nehmen – denn hier liegt häufig die Ursache für aktuelle Probleme.

Tatjana Makarowski

Tatjana Makarowski

Frau Makarowski, wo sehen Sie Ihre Schwerpunkte?

Vorrangig ist die Beratung und Begleitung aller Personen aus Stadt und Region Hannover, die sich hilfesuchend an den Caritasverband Hannover wenden. Ich begleite die Menschen im Prozess weiter, initiiere zusätzliche Hilfen oder vermittle sie an Fachstellen weiter. Es geht sowohl um praktische Lebenshilfe und Existenzsicherung als auch um sozialdiagnostische Gespräche, um den Hilfebedarf der Familien und Einzelpersonen zu ermitteln und gemeinsam Lösungsschritte zu erarbeiten.

Wie sieht Ihre Arbeit als Fachleitung konkret aus?

Meine Aufgabe besteht sowohl aus der Führung der unterschiedlichen Mitarbeiterteams, der Koordination der verschiedenen Dienste als auch in der Verantwortung für die inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Bereiche. Die Weiterentwicklung von Ideen und Projekten ist in Kooperation mit der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit unseres Verbandes ein weiterer wichtiger Bestandteil meiner Arbeit.

Sie sind Sozialpädagogin, aber auch Sozial- und Suchtherapeutin. Hilft Ihnen das in Ihrem Aufgabengebiet?

Ja, sehr. Die Problemlagen der Hilfesuchenden entwickeln sich oft vor dem Hintergrund lebensgeschichtlicher Ereignisse. Die Auseinandersetzung mit diesen Hintergründen zur Lösung der aktuellen Probleme wird viel zu oft unterschätzt.

Mit was für Anliegen kommen die Menschen zu Ihnen?

Mit Fragestellungen zur Existenzsicherung, Sorge- und Umgangsrecht, Trennung, Scheidung, Burn-Out, Stress- und Konfliktbewältigung, Arbeitslosigkeit, beruflichen Eingliederung, Fragen zu Behinderung, Integration, gesellschaftlicher Teilhabe, Suchterkrankungen, Ängsten, Schulden. Die Problemstellungen sind so verschieden wie die Menschen selbst.

Was motiviert Sie persönlich?

Meine Arbeit erlebe ich, bei allen Unwegsamkeiten und Anstrengungen, als große Bereicherung. Die Auseinandersetzung mit den vielen unterschiedlichen Lebensgeschichten und Problemlagen der Hilfesuchenden fordern immer wieder auf, eigene Standpunkte zu prüfen und zu reflektieren.

Was haben Sie sich für Ihre neue Tätigkeit vorgenommen?

Ich möchte vor allem dazu beitragen, die Dienste intern besser miteinander zu vernetzen, die Kommunikation untereinander offen und transparent zu gestalten. Die Menschen, die zu uns kommen, sollen sich aufgehoben fühlen und kompetente, dem Menschen zugewandte Hilfe erfahren. Darüber hinaus möchte ich in diesem Jahr gerne ein Soziales Kompetenztraining in einer Gruppe anbieten.

Gibt es noch etwas, dass unsere Leserinnen und Leser über Sie wissen sollten?

Grundsätzlich bin ich hoffnungslose Optimistin, denke gerne quer und versuche auf das „Nicht-Gesagte“ zu hören. Ich freue mich auch auf Anregungen und Ideen von außen und habe immer ein offenes Ohr.

Und das kommt den vielen Hilfesuchenden ganz sicher zu Gute! Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre neue Tätigkeit.

Weitere Informationen zur Allgemeinen Lebens- und Sozialberatung und zum Fachbereich Migration finden Sie unter folgenden Links:
http://caritas-hannover.de/lebensberatung.html
http://caritas-hannover.de/migration.html  

(Artikel vom 22. April 2014)